06.09.2018

"Zu den Saalfelder Höhen"


Erfolgreiche Sommertour des Bürgermeisters im neuen ländlichen Raum Saalfelds

An vier Nachmittagen – bzw. meist eher schon in den Abendstunden – verteilt über drei Wochen machte sich Saalfelds Bürgermeister Dr. Steffen Kania auf, um sich mit den neuen Ortsteilbürgermeistern Torsten Scholz (Saalfelder Höhe) und Frank Biehl (Wittgendorf) vor Ort ein Bild von den Neu-Saalfeldern zu machen, Sorgen und Nöte anzuhören sowie aktuelle Projekte, Probleme und Baustellen zeigen zu lassen.

Herzlich und gut war die Resonanz in den Dörfern – sowohl seitens der Einwohner, als auch der ehemaligen Ortsteilbürgermeister. Letzteren rang Dr. Kania das Versprechen ab, sich weiterhin auch ohne offizielle Funktion für ihre Orte zu einzusetzen. „Mir schwebt eine Lösung vor, die bereits in anderen Bundesländern erfolgreich erprobt worden ist. Die sog. Dorfkümmerer kurbeln das Leben im Ort an, sind Ansprechpartner für Verwaltung, Politik und Bürger gleichermaßen vor Ort und wirken identitätsstiftend“, beschreibt das Saalfelder Stadtoberhaupt seinen mit dem Hauptausschuss abgestimmten Vorschlag zur Erhaltung der dörflichen Eigenheiten im Oberland. „Über den Namen kann man sicherlich noch streiten.“

In allen Orten zeigten sich jeweils ähnliche Unzufriedenheiten u. a. unzureichende Grasmahd, erneuerungswerte Dorf- bzw. Löschteiche, Straßenschäden, sanierungsbedürftige Gemeinde- bzw. Vereinshäuser sowie mangelhafter Breitbandausbau. „Allerdings war auch viel vom Einsatz der Bürger in ihrem Ort zu spüren. Allein das reiche erhaltenswerte kulturelle Leben hat mich sehr beeindruckt“, erläutert Dr. Kania. An dieser Stelle wirken ab 2019 der Eingliederungsverträge, die jedem Ortsteil jährlich 5 Euro pro Einwohner für kulturelle, sportliche und soziale Zwecke im Haushalt garantieren.

Seitens des Büro Bürgermeisters wurden alle Anregungen protokolliert und werden in den kommenden Wochen in einer Ämterberatung hinsichtlich Machbar- sowie Dringlichkeit bewertet und in den städtischen Haushalt eingeordnet.