27.07.2018

Stadtbäume, Insekten und Vögel brauchen Wasser


Extreme Hitze ist für den menschlichen Körper sehr anstrengend. Besonders betroffen von Hitzebelastungen sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere und kranke Menschen. Hier sind Präventionsmaßnahmen im Falle außergewöhnlicher und lang anhaltender Hitze veröffentlicht. In jedem Fall gilt: ausreichend trinken, direkte Sonne und körperlich anstrengende Aktivitäten vermeiden sowie die Wohnung kühlhalten.

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Doch nicht nur viele Menschen leiden derzeit unter andauernder Trockenheit und Hitze, sondern auch Stadtbäume, Insekten und Vögel.

Bauhof bewässert täglich

Obwohl der Saalfelder Bauhof täglich zahlreiche Jungbäume bewässert, reicht diese Maßnahme derzeit nicht aus, die Gehölze der Stadt mit ausreichend Wasser zu versorgen. Inzwischen leiden auch ältere Stadtbäume und -sträucher unter Wassermangel.

„Da ein Ende der trockenen Zeit vorerst nicht abzusehen ist, bitten wir alle Bürger, Gehölze in ihrer Nähe mit Wasser zu versorgen. Damit das Wasser auch an die Wurzeln gelangt sind mindestens 100 Liter pro Baum in wiederholten Gaben notwendig. Ein vorsichtiges, oberflächliches Auflockern der Baumscheibe um den Stamm herum fördert zudem die Wasseraufnahme“, erläutert Frank Bock vom Bereich Grünflächen im städtischen Tiefbauamt.

Stadtbäume sind laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald als „natürliche Klimaanlagen“ überlebensnotwendig für die Bevölkerung. Ein ausgewachsener Laubbaum verdunstet an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser und kühlt damit seine Umgebung ab. Die Gewächse erfüllen ihren Beitrag auch als Schattenspender. Ein Laubbaum mit 15 Meter Kronendurchmesser spendet Schatten für eine Fläche von rund 160 Quadratmetern. Gerade in Hitzeperioden sichern Extra-Kannen Wasser den Stadtbäumen das Überleben.

Auch Vögel und Insekten benötigen Hilfe

Normalerweise brauchen Menschen die Natur und nicht umgekehrt. Die derzeitige Trockenheit führt allerdings zu einer Ausnahmesituation, da Tiere keine Wasserstellen mehr finden und einfach verdursten.

Deshalb sind das Wichtigste im Moment ausreichende künstliche Wasserstellen z. B. kleine, flache Schalen für Insekten und mittelgroße für Spatz, Meise und Co. Das Wasser muss dabei täglich aufgefüllt und die Gefäße gut gereinigt (z. B. mit kochendem Wasser ausgespült) werden. Jede Tränke sollte kleine Rettungsinseln aus Blättern, Holz oder Steinen (je nach Tiefe) erhalten, damit Insekten, Vögel und Frösche nicht ertrinken. Entgegen früherer Einstellungen ist es ratsam, den Gartenvögeln jetzt auch im Sommer Futterstellen anzubieten.

Beratungsmöglichkeit: 03671/598360 oder gfa@stadt-saalfeld.de