12.03.2018

150 Jahre Kreisstadt Saalfeld/Saale - das Jubiläumsbier!


Jubiläumsbier würdigt Jubiläum – Landrat und Bürgermeister hocherfreut über die Initiative des Brauhauses

Sitz eines Amtes und Verwaltungssitz war die Feengrottenstadt im Laufe der Jahrhunderte immer wieder – doch den Status als Kreisstadt erlangte die Stadt erst mit der Verwaltungsreform von 1868 im Herzogtum Sachsen-Meiningen. Im Jahr 2018 jährt sich das Ereignis zum 150. Mal – und das war Anlass genug für das Saalfelder Brauhaus, das diesjährige Jubiläumsbier unter das Motto „150 Jahre Kreisstadt“ zu stellen.

Brauereigeschäftsführer Jürgen Kachold und Braumeister Ralf Hohmann stellten das Jubiläumsbier am Montag dieser Woche, 12. März, in der Alten Abfüllerei vor. „900 000 Mal wollen wir Bier mit diesem Etikett in diesem Jahr verkaufen. Denn der Absatz unserer Jubiläumsbiere wächst. Inzwischen ist es in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Teilen Sachsens – und erstmals auch in über 100 Getränkemärkten in Berlin und Brandenburg erhältlich “, erläuterte Jürgen Kachold die Erfolgsgeschichte der Jubiläumsbiere des Bürgerlichen Brauhauses Saalfeld. Seit dem 100 jährigen Jubiläum der Brauerei im Jahr 1992 wird jährlich ein Jubiläumsbier mit lokalem historischen Bezug gebraut. 1111 Jahre Ersterwähnung von Saalfeld, 800 Jahre Stadtrecht, das Jubiläum des Stadtmuseums und der Feengrotten waren bereits einige der Anlässe.

Hocherfreut über das Bier als Werbeträger für Stadt und Landkreis zeigten sich Landrat Marko Wolfram und Bürgermeister Matthias Graul. „Das ist eine wunderbare Initiative“, so der Landrat. „Wie sich das Brauhaus und sein Ruf weiterentwickeln, darauf können wir stolz sein. Und jetzt leistet das Brauhaus sogar noch Bildungsarbeit!“ Bürgermister Matthias Graul lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Brauerei „zum wiederholten Male“ und versprach, die Brauerei auch weiterhin zu unterstützen, „wo wir das tun können.“

Ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderte Brauereichef Kachold bei der Vorgeschichte des diesjährigen Jubiläumsbieres. Als man die Idee von Stadtsprecher Christopher Mielke aufgriff, war die Gebietsreformdiskussion gerade im Gang – und damals war noch unklar, wie es mit der Kreisstadt Saalfeld weiter gehen würde. „Und vieles wusste ich zum Thema damals selbst noch nicht – deswegen musste ich zunächst recherchieren.“ Hilfreich waren dabei der derzeitige Kreisarchivar Martin Gretscher und Stadtmuseumsdirektor Dr. Dirk Henning. Außerdem konnte Kuratorin Claudia Streitberger ein schönes Grafikmotiv aus den Bildbeständen des Stadtmuseums beisteuern, dass das Saalfelder Schloss aus ungewohnter Perspektive zeigt – gesehen von der Saaleseite aus und mit dem Turm der Gertrudiskirche Graba. Auch wenn das Saalfelder Schloss erst seit dem Umbau von 1919 bis 1922 Sitz des Landratsamtes ist, wollte Kachold unbedingt das Schloss auf dem Etikett haben. „Das Schloss ist für mich das Symbol des Kreissitzes!“ Bevor die Verwaltung ins Saalfelder Schloss umzog, war sie von 1868 bis 1921 im ehemaligen herzoglichen Verwaltungsgebäude in der Alten Freiheit 3 neben dem Meininger Hof untergebracht.

Foto, Text: Martin Modes, LRA Saalfeld-Rudolstadt