20.12.2019

Weihnachts- und Neujahrsbotschaft


Christbaum

 Hörst auch du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?

 Hörst auch du das schüchternfrohe,
helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen? 

Schaust auch du dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
deine Kindheit aus dem Baume?

von Ada Christen

Weihnachts- und Neujahrsbotschaft des Bürgermeisters

Liebe Saalfelderinnen und Saalfelder,
verehrte Gäste und Ehemalige,
liebe Freunde unserer Stadt,

Weihnachtsbäume haben eine magische Anziehungskraft. Ada Christen verbindet dies mit leisen Stimmen und vergessenen Gebeten, reinen Engeln, Kinderlachen und Träumen sowie Erinnerungen an die eigene Kindheit. Ein Christbaum lädt zum Innenhalten im Alltag ein. Mir geht es so, wenn ich am Rathausfenster unseren Weihnachtsbaum mitten in unserer guten Stube betrachte.

In vielen Familien ist es Brauch, an Weihnachten einen Tannenbaum zu schmücken. Jedoch kennen nur noch wenige die Geschichte des Weihnachtsbaumes. Niemand weiß mehr genau, wo und wann der erste Christbaum aufgestellt wurde. Überlieferungen erzählen von geschmückten Bäumen zu Festlichkeiten bereits im Mittelalter. In der Geschichte tauchen ab 1419 erste verzierte Weihnachtsbäume auf. Damals schmückten Nüsse und Früchte das Tannengrün. Jahrhunderte später kamen die klassischen Adventsfarben Rot und Grün auf, gefolgt von brennenden Kerzen, mundgeblasenen Kugeln und glitzerndem Lametta. Parallel wurde es Tradition, sich einen Baum in die Wohnung zu stellen. Heute sind Christbäume so individuell und vielfältig, wie die Menschen selbst.

Alle Menschen eint allerdings der Wunsch, unter dem Weihnachtsbaum mit Menschen zusammenzukommen, die ihnen wichtig sind: Familie und Freunde. Wir freuen uns in diesen festlichen Tagen über Besuche, Briefe, Anrufe und Nachrichten. Sie lassen uns spüren, dass wir zusammengehören, einander stützen und verbunden sind. Miteinander, Zusammenhalt und Verständnis brauchen wir in unseren Familien, in unserem privaten Leben und in unserer ganzen Gesellschaft. Dies geschieht nicht von allein. Dafür muss ein jeder aktiv werden. Unsere Gesellschaft lebt von denen, die sehen, wo sie gebraucht werden, die nicht dreimal überlegen, ob sie sich einsetzen und Verantwortung übernehmen.

Allenthalben spüren wir das in unserer Stadt. Saalfelderinnen und Saalfelder engagieren sich in vielerlei Hinsicht für ihr Umfeld und ihre Mitmenschen, wirken in Vereinen und Initiativen oder organisieren kulturelle und sportliche Ereignisse. Verbunden mit dem beispielgebenden sozialen Wirken hiesiger Unternehmen bilden alle zusammen die tragende Säule für Miteinander, Zusammenhalt und Verständnis. Allen fleißigen und treuen Akteuren danke ich von Herzen.

Weihnachten, das Ende eines alten Jahres und der Beginn eines neuen Jahres lassen uns traditionell noch einmal auf die vergangenen zwölf Monate zurückblicken.

2019 war ein Jahr voller Ereignisse, Veranstaltungen, Projekte und Investitionen. Seit Neujahr dieses Jahres vervollkommnen die Ortsteile Reichmannsdorf und Schmiedefeld unsere Stadt. Unsere Kreisstadt ist damit noch ländlicher geworden und vor allem noch höher gelegen. Wir sind inzwischen nicht nur das Zentrum, sondern auch das Dach der Region. Dass wir den ländlichen Raum Saalfelds herzlich in unserer Mitte willkommen heißen, untermalen u. a. Investitionen in die Infrastruktur sowie die finanzielle Förderung von Brauchtum und Vereinen.

Natürlich wurde auch wieder kräftig gefeiert in unserer Stadt. Herzlich danke ich allen Organisatoren der großen und kleinen Feste in Stadt und Land für ihr Engagement. Immer wieder bestätigt sich dabei unser guter Ruf als liebenswerte Gastgeber.

In diesem Jahr ist auch wieder ordentlich unsere Steinerne Chronik fortgeschrieben worden, u. a. begannen die Arbeiten an der Regelschule „Geschwister Scholl“ und erfolgten erste Planungen für den Bau der Rudolstädter Straße. Es wurden Carl-Zeiss-Brücke, Kapellenstraße, Brauereikeller Schloßberg und Rainweg freigegeben, der Festplatz in Wittgendorf fertigstellt, die alte Schule in Schmiedefeld abgerissen, die Straßenbaumaßnahmen Florian-Geyer-Straße/Am Dudelteich fortgesetzt, der Aus- und Umbau des Oberen Tores gestartet und das Rektoratsgebäude am Stadtmuseum vollständig von außen saniert.

Wichtig war und ist mir dabei, dass wir viele Dinge gemeinsam umsetzen. Bürger an städtischen Maßnahmen zu beteiligen oder mit ihnen ins Gespräch zu kommen und zu bleiben, ist für mich eine gelebte Selbstverständlichkeit und dies gilt es auszubauen. Wir müssen auch nicht immer einer Meinung sein. Aber am Ende einen Kompromiss zu finden, das ist keine Schwäche, sondern das zeichnet uns aus. Die Fähigkeit zum Kompromiss zwischen Bürgerschaft, Stadtrat und Verwaltung hat Saalfelds Entwicklung stets positiv beeinflusst. Selbst bei großen Unterschieden ist stets ein guter erster Schritt zu mehr Verständnis, anderen Menschen mit Respekt und als Mitmenschen zu begegnen. Unsere Stadt lebt vom Miteinander aller ihrer Bürger. Nur wenn wir daran Tag für Tag nachhaltig arbeiten, können wir die brennenden Zukunftsthemen erfolgreich meistern, sodass unser Stern in der Region weiter hell leuchtet.

Liebe Saalfelderinnen und Saalfelder,

ich hoffe, Sie finden an den Feiertagen ein wenig mehr von dem, wovon es sonst im Jahr zu wenig gibt: Zeit. Zeit zum Durchatmen. Vielleicht zum Lesen, zum Entspannen oder einfach mal zum Ausschlafen. Zeit auch zum Nachdenken – über das, was wichtig war in diesem und was wichtig wird im kommenden Jahr. Fürwahr so wie Sie sich es vorstellen. Die guten Wünsche des Saalfelder Stadtrates, aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Saalfeld/Saale und von mir begleiten Sie.

Ich grüße Sie herzlich und wünsche Ihnen eine fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit sowie alles Gute, Gesundheit, Zuversicht und Gottes Segen für ein gutes, erfülltes Neues Jahr 2020.

Gesegnete und frohe Weihnachten.

 

Ihr Dr. Steffen Kania
Bürgermeister der Stadt Saalfeld/Saale

Dank für Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Ich verbinde meine Weihnachtsbotschaft mit meinem herzlichen Dank für die zahlreichen Weihnachts- und Neujahrsgrüße, die mich in den vergangenen Tagen erreichten. Die bedächtigen Zeilen werden mich während der Weihnachtstage begleiten und für das neue Jahr in Gedanken und im Handeln stärken.