20.01.2016

Saalfeld wird schneller: Telekom startet Netzausbau


+++ 30 Kilometer Glasfaser und 45 Verteiler voll intelligenter Technik für Netz-Ausbau +++ Mehr Tempo im Internet: bis zu 100 MBit/s +++ Fast 10000 Haushalte können ab Jahresmitte 2016 schnelles Internet nutzen +++

Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich doppelt freuen: Die Telekom baut ihr Netz in der Stadt Saalfeld/Saale aus und erhöht zugleich das Tempo: Dazu wird das Unternehmen rund 30 Kilometer Glasfaser verlegen und etwa 45 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Dadurch werden fast 10000 Haushalte und Betriebe in Saalfeld/Saale bis Jahresmitte 2016 Vectoring-fähig. Vectoring ist ein Datenturbo auf dem VDSL-Netz. Im Vergleich zu einem bisherigen VDSL-Anschluss (Very Highspeed Digital Subscriber Line) verdoppelt sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo sogar auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Bereits seit Mitte November 2015 laufen die Umbauarbeiten. Aktuell wurden bereits 16 Kästen umgerüstet. Alle Verteiler werden mit Strom der Saalfelder Stadtwerke versorgt, wobei jeder von diesen so viel Strom im Jahr verbraucht, wie ein Eigenheim. Ausgebaut wird zunächst nur der westliche Teil Saalfelds. Sofern wirtschaftlich darstellbar, kann der östliche Teil der Stadt in den Folgejahren nachgeholt werden.

„Ich freue mich, dass die Arbeiten in Saalfeld/Saale nun starten“, sagt Matthias Graul, Bürgermeister der Kreisstadt. „Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken - privat und geschäftlich. Sie sind ein wichtiger Standortvorteil.“

„Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben“, sagt Marcel Albert, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom für den Vectoring-Ausbau im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. „Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten. Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten voran.“

 

Wie die Kunden an die neuen Geschwindigkeiten kommen

Interessenten für einen neuen Anschluss informieren sich unter www.telekom.de/verfuegbarkeit, welche Produkte an ihrem Wohnort möglich sind. Auch wer bereits einen DSL-Anschluss der Telekom nutzt und jetzt von den neuen, höheren Internetgeschwindigkeiten profitieren will, muss aktiv werden und seinen Vertrag ändern. Dafür stehen die Mitarbeiter der nachfolgenden Shops zur Verfügung:

  • Telekom Shop Saalfeld am Marktkauf, Mittlerer Watzenbach 4, 07318 Saalfeld, Tel. 03671-527417
  • Telekom Partner Saaltel, Fleischgasse 13, 07318 Saalfeld
  • Telekom Partner Dadophone, Saalstraße 2, 07318 Saalfeld
  • MediMax, Mittlerer Watzenbach 2, 07318 Saalfeld
  • MediMax, Kronacher Straße 11, 07333 Unterwellenborn
  • K+B Expert, Gartenstraße 16, 07407 Rudolstadt
  • Antennenelektronik Brückner, Spielbornstraße 4, 07407 Rudolstadt

Darüber hinaus können sich interessierte Kunden auch über die Internetseite www.telekom.de/schneller und die Hotline 0800 330 3000 über Angebote und Ansprechpartner informieren.

 

Drei Schritte zum schnellen Internet

Erfolg in drei Etappen. Erstens: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer.

Zweitens: Die grauen Kästen am Straßenrand werden intelligent. Sie werden mit modernster Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Hier werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Diese sogenannten Multifunktionsgehäuse (MFG) werden über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Drittens: Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird mit der Vectoring-Technik schneller. Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.

 

Mehr Anschlüsse, mehr Tempo, mehr Komfort

Die Deutsche Telekom setzt beim Netzausbau auf einen Technologiemix: Zum Einsatz kommen Richtfunk, WLAN, VDSL, Vectoring, GSM, UMTS und LTE. Für jedes Gebiet wird die optimale Versorgung ermittelt. Welche Technik der Kunde nutzt, wird für ihn keine Rolle spielen. Das Ziel: Der Kunde soll immer und überall die bestmögliche Verbindung erhalten. Dafür treibt die Telekom den Ausbau in Deutschland massiv voran und investiert pro Jahr zwischen drei und vier Milliarden Euro ins Netz.

Zur Ausbaustrategie der Telekom gehören drei Meilensteine: Bis Ende 2016 wird die Zahl der VDSL-fähigen Haushalte von 12 auf 24 Millionen erhöht. Bis Ende 2017 werden 85 Prozent der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s nutzen können. Bis Ende 2018 wird das gesamte Netz der Telekom auf dem Internet Protokoll laufen und damit noch mehr Sicherheit und Komfort für die Kunden bieten.

 

Vectoring: Doppelter Espresso fürs Kupferkabel

Die höheren Geschwindigkeiten im VDSL-Netz werden durch den Einsatz der Vectoring-Technik möglich. Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Das Kupfer führt vom Multifunktionsgehäuse, dem großen grauen Kasten am Straßenrand, in die Wohnung des Kunden. Vectoring ist wie ein doppelter Espresso fürs Kupferkabel: Beim Herunterladen verdoppelt sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit sogar von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Los geht es mit „All Inclusive“-Paketen ab 34,95 € pro Monat.

Auch Gewerbetreibende profitieren vom Ausbau. Wer die Chancen des Internets nutzen will, muss in die Digitalisierung seiner Geschäftsmodelle investieren. Die Herausforderungen reichen von Cloud Services bis Datensicherheit. Die Telekom bietet ihre Erfahrung aus dem Großkundenbereich auch kleineren und mittleren Kunden an, damit diese Investitions- oder Personalkosten sparen können.