10.01.2018

Frank Krätzschmar hält Festansprache


Dr. Beckstein wegen dringendem Termin im Ausland und nicht beim Neujahrsempfang

Gelinde gesagt war die Nachricht an den Rat der Bürgermeister überraschend. Für alle Planungen zu kurzfristig sagte Dr. Günther Beckstein, Ministerpräsident a. D. des Freistaats Bayern, nach Versand der Einladungen seine Teilnahme am diesjährigen Neujahrsempfang des Städtedreiecks, der am 12.01.2018, 17 Uhr in der Stadthalle Bad Blankeburg stattfindet, ab. Grund hierfür war ein dringender und nicht verschiebbarer Termin im Ausland. „Jetzt war guter Rat teuer, um im Zweifel aus der Not sogar eine Tugend zu machen“, erläutert Saalfelds Bürgermeister Matthias Graul.

Da sich die Suche nach einem adäquaten Nachfolger bereits am Anfang schwer gestaltete, half am Ende Dichterfürst Goethe: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Die Entscheidung der drei Bürgermeister fiel so auf Frank Krätzschmar. „Keine Entscheidung von ungefähr und schon gar kein bloßer Ersatz. Krätzschmar ist eher eine goldrichtige Wahl zur richtigen Zeit. Schließlich blickt der Dreiklang auf 20 Jahre Städtedreieck am Saalebogen und den 10. Neujahrsempfang. Niemand anderes hat diese Zeit bewusster vollumfänglich miterlebt und gestaltet als der ehemalige Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen“, beschreibt Graul.

Frank Krätzschmar ist neben den Stadtoberhäuptern aus Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburgs, Richard Beetz, Dr. Hartmut Franz und Michael Pabst, einer der Väter des DREIKLANG-Städteverbundes Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg. „In seiner Festansprache wird einen Rückblick auf 20 Jahre Städtedreieck am Saalebogen und einen chancenorientierten Ausblick auf unsere gemeinsame Zukunft geben. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Frank Krätzschmar eine würdige Alternative gefunden haben. Ihm gebührt schon jetzt der Dank des Dreiklangs, zum einen für die Bereitschaft kurzfristig einzuspringen und zum anderen für die Worte, die er an uns richten wird“, freut sich Matthias Graul.

Krätzschmar war am 20. Dezember 2017 nach mehr als 20 Jahren Geschäftsführer der LEG Thüringen in den Ruhestand verabschiedet worden. Parallel zu seiner Berufung entstand 1997 der Städteverbund Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg – das Städtedreieck am Saalebogen. Ein Unbekannter war er damals schon nicht. Im September 1991 wurde Krätzschmar zum Ersten Beigeordneten der Stadt Rudolstadt ernannt und 1994 für weitere sechs Jahre in das zweithöchste Amt der Stadt gewählt. Auf eigenen Wunsch ist er im Oktober 1997 vor Ablauf der Wahlperiode aus dem Amt entlassen worden und wechselte als Geschäftsführer zur LEG Thüringen.

Als Geschäftsführer der LEG Thüringen zählte Krätzschmar zu den „Thüringer Machern“ und wirkte für die Region Saalfeld-Rudolstadt u. a. maßgeblich auf die Entwicklung des Industriegebietes Rudolstadt-Schwarza ein, bewirkte die vollständige Vermarktung des Gewerbe- und Industriegebietes Bad Blankenburg sowie die Konversion der Anlagen der Sowjetarmee in Saalfeld hin zu einer zivilen Nutzung und das Entstehen der Wohngebiete Graba I und II. Nicht zuletzt seinem Engagement verdankte das Städtedreieck zudem die zweimalige Chance des Regionalbudgets.

„Im Städtedreieck am Saalebogen tat er sich jedoch vordergründig und intensiv als fairer und engagierter Moderator zwischenstädtischer Beziehungen hervor. Seiner Vermittlerrolle ist er dabei stets überparteilich gerecht geworden. Wobei – und das gehört zur Ehrlichkeit dazu – wir es ihm zugegeben nicht immer nur einfach gemacht haben, wenn man aktuelle und vergangene Diskussionen zu Bau- und Planungsprojekten als Beispiel nimmt“, resümierte Bürgermeister Matthias Graul bereits zur Verabschiedung das Wirken von Krätzschmar.

 

Hinweis in eigener Sache: Der Neujahrsempfang des Städtedreiecks am Saalebogen ist keine öffentliche Veranstaltung, sonder nur für geladene Gäste.