08.09.2017

Drei neue Fahrzeuge für die Straßenreinigung


Bauhof nutzt Integrationsförderung

Mit dem Sommerende verfügt Saalfelds Bauhof über drei neue Fahrzeuge: einen VW Caddy zur Reinigung von Wegen und Parkanlagen im Innen- und Außenbereich, einen Ford Transit K1 für die Papierkorbentleerung sowie einen Kleintraktor Kubota, der vielseitig insbesondere für Winterdienst und Laubbeseitigung eingesetzt wird.

„Das Besondere an Caddy und Kleintraktor ist, dass diese im Rahmen der Integrationsförderung nach SGB IX für Bauhofmitarbeiter mit Schwerbehinderung beschafft worden sind. Dadurch erfuhren deren Arbeitsplätze eine entsprechende Anpassung“, erläutert Werkleiter Marco Schlegel. Beispielsweise konnte ein Straßenbauer gesundheitsbedingt nicht mehr im Fachbereich Straßenbau eingesetzt werden und wurde in die Straßenreinigung versetzt. Im Rahmen der Mitarbeiterfürsorge war dessen Arbeitsplatz an spezielle Bedürfnisse anzupassen. „Hierfür gibt es entsprechende Fördermittel des Integrationsamtes. In der Vergangenheit haben wir dies bereits für Büromitarbeiter öfters realisiert. Im technischen Bereich war es ein Novum. Die beiden Fahrzeuge sind die ersten und einzigen, die bisher über die Förderung beschafft werden konnten“, freut sich Personalreferentin Kati Chalupka.

Die Idee hierzu hatte Schlegel, aus seiner langjährigen Berufserfahrung heraus, selbst. Im September 2016 fanden hierzu erste Gespräche mit dem Integrationsamt statt. Unter Mitwirkung von Personalabteilung, Personalrat und Schwerbehindertenvertretung folgten im November die Anträge. Im Frühjahr gingen die Fördermittelbescheide ein, sodass Ausschreibung und Beschaffung im Sommer erfolgten. „Der K1 wurde regulär ersatzbeschafft. Jetzt sind insgesamt drei Fahrzeuge dieser Art im Stadtgebiet unterwegs“, so Schlegel.

Die Stadtverwaltung Saalfeld/Saale sticht nicht zum ersten Mal mit ihrem Engagement für Mitarbeiter mit Behinderung heraus. Im Jahr 2015 erhielt die Saalfelder Stadtverwaltung aus den Händen von Thüringens Sozialministerin Heike Werner in Erfurt den „Landespreis für vorbildliches Engagement für Menschen mit Behinderung“ in der Kategorie „Öffentliche Arbeitgeber“ und damit eine Auszeichnung für die Einführung eines „herausragenden Betrieblichen Eingliederungsmanagements“ (BEM).

Städtischer Bauhof mit 20-jährigem Jubiläum

Mit einer kleinen Feierstunde beging der Bauhof zudem im August sein 20-jähriges Bestehen am jetzigen Standort. Am 14. Juni 1997 wurde das Objekt in der Remschützer Straße offiziell in Betrieb genommen – zunächst als Regiebetrieb und ab 2000 als städtischer Eigenbetrieb. Hauptauftraggeber ist nach wie vor die Stadt, besonders die Bereiche Tiefbauamt, Hochbauamt, Ordnungsamt und Stadtmarketing.

Untergliedert ist der Bauhof seit 2016 in die vier Fachbereiche Straßenbau (vorwiegend Instandsetzung, Beschilderung und Reinigung Straßenentwässerung), Straßenbeleuchtung (Instandsetzung, Wartung und Neubau), Straßenreinigung und Grünflächenpflege.