25.09.2017

Was macht eigentlich ein FaMI?


Der Beruf des Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) ist so vielseitig, dass man sich schwer etwas darunter vorstellen kann. Deswegen stellten wir zwei Personen, die es wissen müssen, ein paar Fragen: Katrin Dressel (KD) und Tobias Gorf (TG). Beide erlernten diesen Beruf in der Saalfelder Stadtverwaltung und arbeiten heute im städtischen Museum/Archiv bzw. in der Stadtbibliothek.

 

Beide seid ihr vorwiegend im Archiv im Einsatz. Was zeichnet euren Arbeitsalltag aus?

TG: Zunächst beantworten wir Anfragen von Bürgern, die Informationen über sich oder Verwandte suchen – sei es schriftlich oder im direkten Bürgerkontakt. Mit zunehmender Tendenz erhalten wir auch Anfragen von Nachlassgerichten zur Klärung von Erbfällen. Hier arbeiten wir dann eng mit Standesamt und Bürgerservice zusammen.

KD: Hinzukommen Aktenübernahmen von anderen Abteilungen sowie Vernichtung von Aktenmaterial und Öffentlichkeitsarbeit.

Drei Jahre habt ihr in Saalfeld und Sondershausen den Beruf erlernt. Wie war eure Ausbildungszeit?

KD: Die Ausbildungszeit war cool und sehr abwechslungsreich. Zudem auch spannend, da man alle Fachrichtungen* mit kennengelernt hat.

TG: Richtig, man legt sich zwar auf eine Fachrichtung fest, aber es bleibt die Option, sich später einer anderen Fachrichtung zu widmen oder in einer anderen weiterzuentwickeln, selbst vom Öffentlichen Dienst in die Privatwirtschaft oder hin zu Medien und Rundfunk.

KD: Jedoch bietet die Stadt als zuverlässiger Arbeitgeber eine gute Zukunft. Allein schon beim Stichwort „Work-Life-Balance“.

Würdet ihre eure Ausbildung einem guten Freund weiterempfehlen.

TG: Ja, in jedem Fall.

KD: Ja. Ich finde es übrigens toll, alte Schriftsprache lesen zu können. Ein echter Vorteil.

Verbindet ihr mit eurem Beruf den Begriff „Spaß“?

TG: Ja, allein schon wegen der Kollegen. Aber auch wegen den vielen Veranstaltungen, die wir neben unserer eigentlichen Tätigkeit mit begleiten können.

KD: Vor allem ist es interessant. Wir sind nicht nur auf Akten und Archiv fixiert bzw. sitzen im Büro fest. Vielmehr sind wir auch für die Stadt oder die Bibliothek im Einsatz. Vielseitigkeit wird großgeschrieben.

TG: Selbst Facebook ist aus unserem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken.

 

Das Interview führte Pressesprecher Christopher Mielke.

*Anmerkung der Redaktion: Es existieren die fünf Fachrichtungen Archiv | Bibliothek | Information und Dokumentation | Bildagentur | Medizinische Dokumentation.