10.03.2017

Ehrenwappen für "Saalfeld-Samaipata"


Am 8. März beschloss der Saalfelder Stadtrat die Ehrung des Vereins „Saalfeld-Samaipata“ e. V. mit dem Ehrenwappen der Stadt Saalfeld/Saale. In der selben Sitzung vollzog Bürgermeister Matthias Graul den Beschluss und übergab das Ehrenwappen an Eberhard Rabe, Schatzmeister des Vereins.

Der von den Weltumradlern Axel Brümmer & Peter Glöckner einst initiierte Verein „Saalfeld-Samaipata“ e. V. erwarb sich seit seiner Gründung vor 20 Jahren "durch sein unermüdliches und treues Engagement für die Städtepartnerschaft Saalfeld-Samaipata, die Kinderhilfe in Bolivien und die EineWelt besondere Verdienste um die Stadt".

 

Volständiger Text der Beschlussbegründung

Im Jahr 2016 jährte sich die Städtepartnerschaft mit dem bolivianischen Samaipata zum 20. Mal. In diesem Jahr begeht der Partnerschaftsverein „Saalfeld-Samaipata“ desgleichen sein 20-jähriges Vereinsjubiläum. Dieses Ereignis würdigte der Botschafter des Plurinationalen Staates Bolivien, S. E. Jorge Cárdenas Robles, mit einem Besuch am 27. Januar 2017 in Saalfeld sowie des 19. Thüringer Diafestivals in Bad Blankenburg.

Arrangiert wurde die Verbindung ins viele tausend Kilometer entfernte Bolivien einst durch die Weltumradler Axel Brümmer und Peter Glöckner. Heute wird diese Städtepartnerschaft vor allem durch die Mitglieder des Vereins Saalfeld-Samaipata e. V. mit Leben erfüllt.

Der Verein "Saalfeld-Samaipata e.V." wurde am 15.01.1997 mit 15 Mitgliedern auf Initiative der beiden Saalfelder Weltumradler gegründet. Derzeit hat der Verein ca. 100 Mitglieder, davon sind über 50 Prozent Jugendliche. Nach Möglichkeit fahren einige Vereinsmitglieder jährlich nach Bolivien, um aktuelle Projekte kennenzulernen, Spenden zu übergeben und deren Verwendungszweck zu kontrollieren.

Der Verein unterstützt von Beginn an nur überprüf- und abrechenbare Entwicklungs- und Hilfsprojekte in Bolivien mit finanziellen und materiellen Mitteln. Unterstützung und Hilfe erhielten so bisher über 300 Straßenkinder in den Heimen "Mano Amiga" und "Don Bosco", im "Haus Saalfeld", im Jugendviertel in Santa Cruz und besonders die Abendschule in Samaipata. Bisher konnten aus den Spendengeldern eine Zahnarztpraxis komplett eingerichtet und ein Krankenwagen gekauft werden. Insgesamt wurden in den vergangenen 20 Jahren über 500 000 Euro an Spendengeldern in konkrete Projekte vermittelt.

Der Verein „Saalfeld-Samaipata“ e. V. hat in seiner 20-jährigen Vereinsgeschichte die Städtepartnerschaft mit dem bolivianischen Samaipata und das Saalfelder Vereinsleben maßgeblich geprägt. Eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen sind nicht mehr wegzudenken. Darunter u. a. die alljährliche Aktion „Brot für kleine Hände“, die 2016 ein Rekordergebnis an Spendengeldern einfuhr.

Im besonderen Maß fühlt sich der Verein der Pflege der Schulpartnerschaft zwischen dem Saalfelder Erasmus-Reinhold-Gymnasium und dem Gymnasium "Florida" für Kinder und Jugendliche in Samaipata verpflichtet, einer Schule für arbeitende Kinder, denen andere Möglichkeiten des Schulbesuchs versagt sind. Durch Spenden aus Deutschland wurden das Schulgebäude des Gymnasiums wesentlich umgebaut und erweitert, Lehr- und Lernmittel bereitgestellt, ein Pausenraum und ein Sportplatz neu gebaut und das Gelände eingezäunt und so vor Übergriffen geschützt. Zudem entsendet der Verein Volontäre in die beiden Heime "Mano Amiga" und "Don Bosco", wo sie bei der Erziehung und Betreuung helfen.

20 Jahre Vereinsleben sind in erster Linie auch 20 Jahre freiwillige, ehrenamtliche Arbeit für den Verein. Ohne die vielen Opfer an Zeit und Geld, ohne die engagierte, zielorientierte Arbeit durch den Vorstand und die freiwilligen Helfer hätte der Vereins seine Erfolge nie erzielen können.

Der Verein „Saalfeld-Samaipata“ e. V. hat sich durch sein unermüdliches und treues Engagement für die Städtepartnerschaft Saalfeld-Samaipata, die Kinderhilfe in Bolivien und die EineWelt besondere Verdienste um die Stadt erworben.